VPOD kritisiert Spitalbotschaft und fordert Einbezug der Sozialpartner

Von: Elvira Wiegers / Alexandra Akeret

Der VPOD kritisiert die Spitalbotschaft der St. Galler Regierung und fordert den Einbezug der Sozialpartner beim geplanten radikalen Umbau der Spitallandschaft.

Die Regierung schreibt in ihrer Medienmitteilung vom 27.2.20 zur Spitalbotschaft: «Die Regierung ist sich bewusst, dass die anstehenden Personalverschiebungen regional grosse Auswirkungen auf die Mitarbeitenden der Spitalverbünde haben können». Und: «Um Berufsausstiege, den Verlust von Fachwissen oder Arbeitgeberwechsel zu vermeiden, braucht es nach Ansicht der Regierung erhebliche Anstrengungen der Spitalverbunde – auch im Bereich der Kommunikation.»

Heute steigt aufgrund des zunehmenden Druckes und Stresses fast die Hälfte des Gesundheitspersonals wieder aus dem Beruf aus, die mittlere Verweildauer ist deutlich unter 20 Jahre gesunken. Diese Entwicklung ist bedenklich und verursacht hohe Kosten auf volkswirtschaftlicher, betrieblicher und individueller Ebene. Damit das Spitalpersonal nicht noch mehr unter die Räder kommt, fordert der VPOD deshalb dezidiert den Einzug des Personals und ihrer Personalverbände bei den anstehenden Veränderungsprozessen.

Der VPOD setzt sich ein für eine wohnortnahe und deshalb regional verankerte, qualitativ gute Gesundheitsversorgung durch öffentliche Spitäler. Überhastete und teure Spitalschliessungen sind keine Lösung, der Verkauf öffentlicher Spitäler sowie derer Immobilien ein No Go. Dies besonders auch im Hinblick auf die anstehende kantonsübergreifende Spitalplanung. Deshalb sollte der Kanton St. Gallen statt eines radikalen Umbaus ihr Angebot schrittweise an die Bedürfnisse der Bevölkerung und den sich daraus entwickelnden Bedarf an einer guten Versorgung für alle anpassen.

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27.02.2020MM Ostschweiz SpitalbotschaftPDF (90 kB)
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