Hände weg von unserem Spital - Nein zur Schliessung des Spitals Wattwil

Das Spital Wattwil als Arbeitgeber und Ausbildungsort mit regionaler Bedeutung

Es stellt sich die Frage: Was ist uns unser Gesundheitssystem wert? Es fehlen schweizweit gut 10'000 Pflegende und es werden jährlich mehr werden. Was heisst das für Sie und mich? Das heisst ganz konkret, wenn wir im pflegebedürftigen Alter sind, hat es dermassen zu wenig Pflegepersonal, dass man sich nicht richtig um uns kümmern kann. Wir werden, wenn es gut geht, noch mit dem Nötigsten versorgt, aber das ist alles. Es wird dementsprechend auch mehr Tote geben.

Das heisst doch, wir müssen alles, wirklich alles daransetzen, dass wir mehr Pflegende ausbilden können und die Arbeitsbedingungen im Pflegeberuf wieder attraktiv machen. Was aber macht der Kanton St.Gallen? Er geht hin und schliesst Ausbildungsstätten im Spitalbereich. Das ist Irrsinn und genau das Falsche. Die privaten Spitäler müssen kein, oder nicht in gleichem Masse Pflegepersonal ausbilden wie ein öffentliches Spital. Wir müssen uns entschieden dagegen wehren, dass Angestellte zu reinen Kostenfaktoren und PatientInnen zu Käufer*innen von kommerzialisierten Dienstleistungen werden. Das Gesundheitswesen darf nicht noch mehr privatisiert werden, es gehört klar zum Service Public.

Wenn wir in wenigen Jahren nicht einer viel grösseren Krise als der Jetzigen gegenüberstehen wollen, nämlich dem riesigen Mangel an ausgebildetem Gesundheitspersonal, dann müssen wir jetzt handeln; mit allen Konsequenzen! Das muss uns unsere Gesundheit wert sein.

Der VPOD hat sich bereits in der Vergangenheit für den Erhalt der Regionalspitäler ausgesprochen. Gegen gut begründete und sensibel kommunizierte Anpassungen hat er nichts einzuwenden, aber er spricht sich klar und deutlich gegen diesen Kahlschlag aus. Er setzt sich für eine wohnortnahe Grundversorgung ein, das heisst für einen Service public, der diese Bezeichnung auch verdient.

www.nein-zur-schliessung.ch