Mit der Schliessung des Spitals Heiden geschieht ein weiterer Abbau im Service Public

Mit der Schliessung des Spitals Heiden geschieht ein weiterer Abbau im Service Public. Das Wegfallen einer weiteren Ausbildungsstätte für Gesundheitspersonal ist in der heutigen Zeit dramatisch.

Mit grosser Sorge nehmen wir die Mitteilung über die Schliessung des Spitals Heiden zur Kenntnis. Dies bedeutet ein weiterer Abbau des Service Public, wogegen wir uns entschieden wehren. Die Gesundheit gehört in die Hände des Staates und nicht in Jene privater Kliniken.

Dass mit dem Spital Heiden eine weitere Ausbildungsstätte für Gesundheitspersonal wegfällt ist dramatisch. Bereits jetzt sind über 10'000 Stellen in der Schweiz im Gesundheitsbereich nicht besetzt. In dieser Zeit einen Ausbildungsort zu schliessen ist falsch. Wir erwarten von der Politik eine Lösung präsentiert, wie diese fehlenden Ausbildungsstellen kompensiert werden können.

Es gibt bestimmt einige Angestellte, die ohne Probleme eine neue Stelle finden werden. Der Grossteil wird es aber schwerer haben. Wenn sich jemand mit Familie in der Region niedergelassen hat, im Wissen drum, im Spital Heiden arbeiten zu können, ist es eine grosse Herausforderung, plötzlich an einem anderen Ort arbeiten gehen zu müssen. Man wird sich auch überlegen, einen anderen Job in der Region anzunehmen, dadurch verlieren wir noch mehr Gesundheitspersonal. Auch ältere Angestellte werden es nicht so einfach haben.

Wir Sozialpartner hatten am Samstagabend eine Zoom-Sitzung mit den Verantwortlichen von Regierung und Spital. Bereits nächste Woche beginnen die Sozialplanverhandlungen. Es ist wichtig, dass die Angestellten schnell sehen, was auf sie zu kommt. Wir werden alles daran setzen, die besten Bedingungen für sie herauszuholen. Unser Ziel ist es, dass trotz dem Schock jetzt für alle eine gute Lösung gefunden wird. Dies wurde uns auch von Seiten SVAR und Regierung versprochen. Wir werden genau hinschauen.

Für weitere Auskünfte

Akeret Alexandra 079 424 98 37